Was ich koche, falls ich mal Zeit habe
Veggie-Day?
Oh je. Die Idee finde ich ja gut. Einen Tag in der Woche ohne Fleisch. Schließlich war das früher mal umgekehrt: Sonntags gab es Braten oder so. Aber 'Veggie-Day'? Das klingt albern. Und ist englisch. Und klingt gleich so missionarisch.
Also: Erstens fände ich es toll, wenn jemand einen guten Namen für so eine Aktion in Hamburg hätte - bitte melden! Und zweitens werde ich hier einfach auch Rezepte ohne Fleisch veröffentlichen. Drittens praktiziere ich das schon, wie ich festgestellt habe - aber ohne Plan, es hat sich einfach so ergeben.
Kohlröllchen
Vegetarisches Gericht für den Winter
1 Wirsing oder Weißkohl
250 g Spinat
125 g Champignons
3 Eigelb
Parmesan
100 g Weißbrot ohne Rinde
1/4 l Gemüsebrühe
Butter
Salz
Pfeffer
Große Kohlblätter blanchieren, Spinat blanchieren, Champignons schmoren. Soinat (gehackt), Pilze (gehackt), Eigelb, Käse und Weißbrot (Krumen) zu einer Masse verkneten. Salzen und pfeffern. Kleine Rollen oder Klöße formen.
Die Rispen der blanchierten Kohlblätter etwas flachschneiden, die Masse drauftun und einwickeln (oder aufrollen). Eventuell mit Zwirn zusammen binden.
Das Ganze in eine ofenfeste Form setzen, mit Brühe auffühllen und Butterflöckchen bestreuen. Für 30 Minuten im 175 Grad heißen Ofen garen. Einmal drehen, mit Brühe begießen.
Dazu esse ich Salzkartoffeln, aber es gehen bestimmt auch noch andere Dinge.
Richtig schwierig ist das nicht. Allerdings hilft eine gewisse Feinmotorik. Wieviele Röllchen das für wieviele Personen werden müssen, muss man ausprobieren.
Hähnchen mit Knobi
Wenn es frischen Knoblauch gibt, alles nicht so kompliziert sein soll und es noch nicht zu heiß ist, um den Backofen anzuwerfen, empfiehlt sich diese Zubereitung, die nur mit frischen Hähnchen beträchtlichen Gewichts und guter Qualität funktioniert:
1 Bauernhahn
3 Knollen Knoblauch
grobes Salz
2 Lorbeerblätter
1 Thymianzweig
1 Glas Apfelsaft (oder Weißwein)
Olivenöl
Salz, Thymian und Lorbeer in das Hähnchen schaffen, dann dieses von allen Seiten in Öl anbraten, bis es etwas Farbe hat. Knoblauch schälen, dann dazugeben. Gleich darauf in Backofen schieben bei etwa 160°und für ca. 1 Stunde, je nach Größe. Irgendwann den Saft dazu geben, damit nichts anbrennt.
Dazu gibt's bei mir Baguette zum Auftunken des Bratensafts und Salat.
Übrigens: Keine Angst vor dem Knoblauch - man kann, muss ihn ja nicht (zerdrückt) mitessen! Aber der Duft allein ist schon bombastisch!

